5 Mythen der Brautkleid Suche

Du hast die Frage aller Fragen gestellt bekommen? Oder du hast deinen Schatz selbst um seine oder ihre Hand gefragt? Gratuliere von ganzem Herzen zu diesem wundervollen Schritt, dich und dein Leben mit deinem liebsten Menschen zu verbinden und diesen unglaublich schönen Tag gemeinsam zu erleben und zu genießen.

 

Eines der wichtigsten Themen in der Planung des großen Tages ist natürlich - das Brautkleid! Dein Brautkleid ist so viel mehr als nur Stoffe, Knöpfe und schöne Schnitte. Es ist das emotionalste Kleidungsstück, das ich kenne - angefangen bei den Freudentränen, die fließen, wenn du dein Kleid gefunden hast. Wenn du dich das erste Mal als Braut fühlst und realisierst, dass der Tag, der oft so weit weg scheint, bald Wirklichkeit wird. Damit sind wir schon bei Mythos Nummer 1:

 

Wenn man sein Brautkleid findet, muss man weinen!

Kurz und knackig: Nein, wirklich nicht. Der Eindruck, den TV-Shows und Geschichtenerzählungen vermitteln, entspricht so gar nicht der Realität. Natürlich werden hier eher überemotionalisierte Stories gezeigt, um viel Drama zu generieren, im echten Leben sind es aber ca. 20%, die ein paar Freudentränchen zeigen. Die meisten Bräute strahlen einfach nur vor Freude. Manche wiederum wundern sich und fragen nach, ob es denn normal sei, dass sie nicht weinen müssen, wenn sie DAS KLEID gefunden hat. Oh ja, das ist es!

Zur ersten Anprobe sollten alle mitkommen, die mir nahestehen!

Ein richtiger Grenzfall, denn es kommt darauf an, wie viele Personen das sind. Nach meiner Erfahrung sind maximal zwei Begleiter die perfekte Anzahl, noch besser aber eine Person. Die eine Person, der du blind vertraust und bei der du sicher bist, dass sie das Allerbeste für dich will und weiß, was dir passt und worin du dich am Wohlsten fühlst. Das ist sehr oft jemand von deinen Geschwistern, die Mama oder die beste Freundin. Wenn du vier oder fünf dieser Personen in deinem Leben hast, ist das natürlich umso wundervoller, aber bei der Brautkleidanprobe entsteht bei einer größeren Gruppe eine Dynamik, die gefühlt kreuz und quer im Raum umherirrt und den Fokus auf dich und deine Gefühle verliert. Ganz zu schweigen von den verschiedenen Geschmäckern, die man trotz gutem Willen nie voll und ganz verbergen kann. Somit würde ich empfehlen, dass du dich auf die ein, zwei Personen konzentrierst, die unbedingt dabei sein sollen und dich am allerbesten kennen.

Alleine kann ich doch nicht zur Brautkleidanprobe kommen…?

Ohhh doch! Ein paar der schönsten Erfahrungen im Atelier war mit meinen Bräuten, die ganz alleine zu mir ins Atelier gekommen sind. Oft habe ich sie dann gefragt, warum denn alleine. „Weil ich mich selbst am besten kenne und mich nicht beeinflussen lassen will.“ Ich finde, das ist eine wundervolle Einstellung. Ich liebe es natürlich, dass ich so viele Mamas kennenlerne! Es gibt aber dann doch manchmal den kleinen Haken, dass viele Mamis und Omis ihren Geschmack - der doch sehr oft generationsbedingt ist - nicht ganz verstecken können.

In der one-on-one Anprobe ist die Atmosphäre noch um dieses kleine bisschen intimer und ich kann um ein kleines Fünkchen noch besser auf dich und deine Wünsche eingehen.

Brautkleid Simone Steiner
Foto: Hannah & René

Das Gewicht des Kleides steht für die Qualität und Wertigkeit

Für mich und meine Arbeit ist es essenziell, dass die Brautkleider federleicht sind. Die Zeiten, in denen wir uns in dicke Corsagen mit dichtem Unterbau, in Röcke aus schwerem Taft und Satin samt Reifröcken gezwängt haben, ist so was von vorbei. Es kommt trotzdem noch vor, dass Brautkleider sehr schwer und gewaltig wirken: hier wird ein kleiner, psychologischer Trick von Herstellern von Stangenkleidern verwendet. Es werden absichtlich schwerere Materialien verwendet, damit Kundinnen damit Qualität assoziieren und den sehr hohen Preis von mehreren Tausend Euro dafür adäquat finden.

 

Da du dein Brautkleid an diesem ganz besonderen Tag fast 24 Stunden trägst und weit in die Nacht hinein damit tanzen und feiern möchtest, macht das natürlich nicht besonders viel Sinn, deswegen ist die Leichtigkeit der Brautkleider eines der Hauptkriterien für meine Kollektion. Mittlerweile kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen: Es war unglaublich bequem und federleicht!

Du spürst es, wenn du DAS Kleid gefunden hast

Nein, nicht alle spüren es. Natürlich gibt es viele, die diesen „yes to the dress“ Moment haben, aber ich würde aus meiner Erfahrung sagen, es sind etwa 60%. 40% der Bräute möchten nochmal darüber schlafen oder konnten sich einfach nicht zwischen mehreren Kleidern entscheiden. Übrigens kommt es auch vor, dass eine Braut zwischen drei bis vier Kleidern wählen muss! Diese Entscheidung, welches Kleid dich an deinem Hochzeitstag begleiten darf, ist eben oft nicht so einfach und bedarf ein bisschen Zeit. Wenn die Entscheidung dann getroffen wurde, ist die Vorfreude umso größer und es beginnt die wundervolle, gemeinsame Zeit, in der dein Brautkleid entsteht!

Autor des Artikels:

Simone

Brautkleiddesignerin

Simone Steiner Bridal